Stadtführung 1: Wirtschaftssymbole

Während dieser ca. 1,5 Stunden dauernden Stadtführung erfahren Sie allgemeines über die Industriealisierungsphase, den Wirtschaftsaufschwung und die ehemaligen und noch bestehenden Betriebe der Stadt Ahlen.

Durch geschultes Führungspersonal erfahren sie wie der Wandel von der Ackerbürgerstadt zur Industriestadt seinen Fortschritt nahm. Was Pütt, Pott und Ploug bedeute. Wissenswertes über die Ahlener Stanz- und Emailleindustrie, die Veränderung des Industriezweigs Kohle ab 1913 und vieles Interessantes mehr.

 

1. Badewannenpresse Kaldewei

Die große Blechpresse an dem Parkplatz zur Stadthalle ist ein technisches Wirtschaftssymbol der einst blühenden Ahlener Emailleindustrie.

Mit den imposanten Konstruktionselementen ist diese große Blechpresse, an dem Parkplatz zur Stadthalle, ein technisches Wirtschaftssymbol für die einst blühende Ahlener Emailleindustrie, die mit ihren Produkten die Stadt Ahlen weltweit bekannt gemacht hat.

Ein weiteres Relikt aus dieser Zeit ist die Ziehpresse, die auf dem Bahnhofsvorplatz ihren Platz gefunden hat.

Emaillefirmen in Ahlen waren:
Nahrath, Industriestraße
Otterstedde in Vorhelm, Alte Ladestraße
Rollmann und Tovar, Karlstraße
Gebrüder Kerkmann ab 1863
Eisengießerei Becker
Linnemann, Schulte u. Co.
Gebr. Seiler

2. Seilscheibe vor der Stadtbücherei

Auf dem südlichen Geländeteil der Stadtbücherei sieht man eine Seilscheibe als Wirtschaftssymbol der im Jahre 2000 geschlossenen Zeche Westfalen.

3. Rubberts Mühle

Es handelt sich hier ursprünglich um eine Wassermühle, welche den technischen Neuerungen immer wieder angepasst wurde. Dieser zweifellos älteste, bekannte Mühlenstandort ist seit 1371 verzeichnet und befand sich im Mittelalter vor den Befestigungsanlagen zwischen Stadtgräfte und Werse.

Nach erfolgtem Neubau befinden sich heute Miet- und Eigentumswohnungen in den Mühlenräumen

4. Windmühlenturm Münstermann

Die ehemalige Windmühle am Bahnhofsplatz 1 wurde als "Durchfahrtsholländer" um 1848 mit 20 m Höhe erbaut. Der An-bau des Maschinenhauses erfolgte 1908. Bereits 1910 wurde ein Sauggasmotor eingebaut. Zu dieser Zeit wurden auch die Mühlenflügel entfernt. Bis 1960 wurde die Mühle mehrfach ver-ändert und erweitert. Die ursprüngliche Technik ist heute nicht mehr vorhanden. Sie ist heute als moderner Mühlenbetrieb zum Mahlen von Getreide jedoch noch in Funktion.

5. Pöttkespresse ("Pott")

Eine alte Ziehpresse am Bahnhofsvorplatz weist auf die Email-leindustrie hin, die früher den Ruf Ahlens als Stadt der Emaille begründete. Um 1860 existierten über 20 Stanz- und Emaillierwerke in der Stadt Ahlen.

6. Bahnhof

Das heute bestehende Gebäude sowie der umgebende Schie-nenstrang mit den entsprechenden Brückenbauten wurde er-baut 1914-16 durch die preussisch-hessische Staatsbahn als Ersatz für den Bahnhof an der Oststraße (Höhe der jetzigen Bahnunterführung) mit ebenerdiger Anbindung der Gleise. In den 90er Jahren wurde das Gebäude vorbildlich renoviert.

7. Stele auf dem Sidney-Hinds-Platz ("Ploug")

Als 2. Wirtschaftssymbol der Stadt Ahlen zeigt die 1,8 m hohe Stele aus gemahlenen Naturstein mit Spezialbindemitteln die Geschichte des Pfluges (Ploug). Gestiftet wurde sie im Jahre 1983 von Herrn Reiberg, anlässlich der Inruhesetzung des Stifters.

8. Statue Bergmann (Pütt)

Ein weiteres Wirtschafts-Wahrzeichen der Stadt ist die Statue des Bergmanns auf dem Sidney-Hinds-Park gegen- über dem Bahnhof. Mit Beginn der Abteufarbeiten der Doppelschachtanlage von 1909 bis zur Schließung am 30.06.2000 wurde auf der Schachtanlage Westfalen Kohle aus über 1000 m Tiefe gefördert.


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