Wirtschaftsstandort

Der industrielle Schwerpunkt im südöstlichen Münsterland mit einem hohen Beschäftigtenanteil im metallverarbeitenden Gewerbe ist als ehemalige Bergbaustadt mit 53.877 Einwohnern (Dez. 2008) das größte Mittelzentrum im Kreis Warendorf (280.107 Einwohner).

Schon im Jahre 1847 erhielt die Stadt Ahlen einen Bahnanschluss durch die Streckenlegung der Köln-Mindener-Eisenbahn. Mit mehr als 1.600 Beschäftigen war Ahlen zu Beginn dieses Jahrhunderts ein bedeutender Schwerpunkt der Emailverarbeitung in Deutschland. 1909 erreichte die Nordwanderung des Steinkohlebergbaus im Ruhrgebiet die Stadt Ahlen. Bis zur Schließung des Bergwerks am 30.06.2000 zählte die Schachtanlage Westfalen nach der Eingliederung in die Ruhrkohle AG zu den modernsten Anlagen des Ruhrgebietes.

Die Ahlener Wirtschaftsstruktur war jedoch auch nach dem weitgehenden Rückgang der Emailindustrie keineswegs einseitig auf den Bergbau ausgerichtet. Das verarbeitende Gewerbe übersteigt noch heute mit 5.000 Beschäftigten erheblich die frühere Belegschaft der Schachtanlage. Eindeutiger Schwerpunkt die die eisen-, blech- und stahlverarbeitende Industrie.